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  06.09.2011  
  Vandalismusproblem ernst nehmen  
 


Die Problematik an sich ist nicht neu. Bereits seit mehreren Jahren kommt in Altenberge in regelmäßiger Wiederkehr zu unschönen Vandalismusschäden.

Insbesondere an Wochenenden und in den Schulferien sind an örtlichen Treffpunkten, wie der Borndalschule, dem Skaterpark, Spielplatz Vinhage, Lüttke Berg I und III, An der alten Moltkerei oder auch am Marktplatz und den umliegenden Straßen die Hinterlassenschaften randalierender Jugendlichen zu finden.

Vandalismus in Altenberge

Die Ursachen sind dabei genauso alt, wie das Problem selber – übermäßiger Alkoholkonsum.

Trotz der Verschärfung des Jugendschutzgesetzes und einem örtlichen Vorzeige-Projekt gegen die Abgabe von Alkohol an Jugendliche (Wir  halten uns dran) versorgen sich die Jugendlichen immer wieder mit hochprozentigem Alkohol, bevor sie zu ihren Treffpunkten, In-Kneipen, oder öffentlichen Veranstaltungen ziehen.

Die FDP hat bereits im vergangenen Jahr die Problematik aufgegriffen und die Einrichtung einer Ordnungspartnerschaft Sicherheit vorgeschlagen und beantragt. Dieser Antrag wurde jedoch von Bürgermeister und den anderen Parteien zurückgewiesen, obwohl derartige Ordnungspartnerschaften in anderen Gemeinden (Rheine, Recke, Westerkappeln) nachweis-lich zu einer deutlichen Verbesserung der Probleme geführt haben.

Die damalige Haltung: „Ist doch gar nicht so schlimm“, „das darf man nicht überbewerten“, „wir möchten das nicht verallgemeinern“.

Vandalismus in Altenberge

Diese Kopf-in-den-Sand-Taktik hat zwar dazu geführt, dass die Problematik nicht öffentlich diskutiert wurde, geholfen hat sie jedoch in keinem Fall – im Gegenteil. Als Highlights in negativer Hinsicht sind die Berichterstattungen über den „Baumripper“, die Verwüstungen an der Alten Moltkerei, dem Wanderpilz und aktuell an den Baustellenampeln am Kreisverkehr zu nennen. 

Nach dem Weckruf aus der Bevölkerung (Bürgerwehr – die WN berichteten) schien das Problem nun auch endlich von der Verwaltung aufgegriffen zu werden.

In einer nicht öffentlichen Sitzung hatte der Bürgermeister den örtlichen Bezirksbeamten zur Information der Ratsmitglieder eingeladen. Über die Inhalte darf von dieser Stelle aufgrund der „nichtöffentlichen Sitzung“ nicht berichtet werden. Die FDP hätte sich diesen Tagesordnungspunkt als öffentliche Sitzung gewünscht, um für unsere Bürgerinnen und Bürger ein deutliches Zeichen zu setzen.

Vandalismus in Altenberge

An dem Ergebnis und der Einstellung der Beteiligten scheint sich jedoch nichts geändert zu haben.

Die FDP rät geschädigten Bürgerinnen und Bürger in jedem noch so banalen Fall Anzeige bei der Polizei zu erstatten, da erst durch die Anzeige eine wirkliche Darstellung des Problems ermöglicht wird (Kriminalstatistik). Wenn möglich sollten die Schäden durch eigene Fotos dokumentiert werden. Die Polizei ist im Übrigen zur Aufnahme einer Anzeige verpflichtet.

Die FDP hat zur nächsten Sitzung des Fachausschusses eine aktuelle Anfrage zu der Problemstellung und der Arbeit der Streetworkerin gestellt.

 

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