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Umwelt und
Naturschutz |
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Wir begrüßen das
Engagement des BUND und die Befragung der Altenberger Parteien zu
umweltpolitischen Themen. Bevor wir auf die einzelnen Themen des BUND
konkret eingehen,
möchten wir vorab einige Grundaussagen treffen:
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- Aufgrund der
Tatsache, dass die FDP über 15 Jahre in Altenberge nicht
politisch aktiv und damit auch nicht im Rat der Gemeinde vertreten war,
ergibt sich für unsere Partei die Problematik, dass wir nicht
über alle Informationen / Hintergründe / Regelungen
der Gemeinde Kenntnis besitzen, da diese z.T. nicht öffentlich
sind. Hieraus resultiert, dass wir nach der Kommunalwahl
zunächst die Haushaltslage und Verwaltungsvorgaben auch
für den vom BUND thematisierten Bereich analysieren, um dazu
konkrete Aussagen zu treffen. Es ist Ausdruck unseres
Selbstverständnisses, dass wir nur das versprechen, was wir
auch nachher halten können.
- Der vom BUND
vorgelegte Fragenkatalog ist aus unserer Sicht sehr stark auf die
Bundespolitik zugeschnitten. Diese Fragestellungen bzw. die Umsetzung
und Erstellung von Richtlinien fallen in die Zuständigkeit
übergeordneter Föderalismusebenen. Auf diesen Ebenen
gibt es daher auch eine Reihe von Regelungen und
Förderprogrammen, deren Beantwortung / Erläuterung
ich nach dort verweise.
- Der vom BUND
vorgelegte Fragebogen betrachten die Themenbereiche lediglich aus der
Sichtweise des BUND. Die FDP ist der Auffassung, dass der Gemeinderat
losgelöst von irgendwelchen Interessenverbänden
dafür zu sorgen hat, dass die öffentlichen Belange
sachgerecht geregelt werden. Hierzu gibt es unter den Parteien mit
ihren unterschiedlichen Ausrichtungen einen intensiven Austausch im
Gemeinderat. Weiterhin sind wir der Auffassung, dass eine rein
ökologische Betrachtung nicht zur Lösung der von
Ihnen vorgestellten Probleme geeignet ist. Alternativen bzw.
Lösungen müssen auch finanzierbar
sein. Die FDP ist der Auffassung, dass
sich Ökologie und Ökonomie nicht
zwangsläufig gegenseitig ausschließen. Insofern
werden wir unsere Maßnahmen auch immer unter der
Prämisse sehen, dass sie aus finanzpolitischer Sicht umsetzbar
sind.
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Unter diesen, grundsätzlichen
Voraussetzung nehmen wir zu den vom BUND angesprochenen Themen gerne
wie folgt Stellung:
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ENERGIEPOLITIK
Im Rahmen des Konjunkturpaketes II ist beabsichtigt für die
gemeindeeigenen Gebäude mit einer zentralen
Holzschnitzelheizanlage auszustatten. Die FDP hat in diesem
Zusammenhang eine für Altenberge vergleichbare Anlage in
Rosendahl besichtigt und konkrete Vorschläge zur Errichtung
der geplanten Anlage gemacht. Zudem halten wir die energetische
Sanierung der Gebäudehüllen, sowohl aus
ökologischer wie auch ökonomischer Sicht für
sehr wünschenswert. Wir haben aber auch hier deutlich gemacht,
dass diese Maßnahme aufgrund des bestehenden Schuldenstandes
der Gemeinde über das Konjunkturpaket II hinaus einer soliden
Finanzierung bedarf.
Atomenergie:
Die FDP setzt sich für die Intensivierung der Nutzung
erneuerbarer Energien ein. Derzeit sind diese Technologien jedoch noch
nicht in der Lage den erforderlichen Bedarf zu decken. Solange dies
nicht der Fall ist, ist es aus Sicht der FDP notwendig auch Atomstrom
zu nutzen, da die Gemeinde die Aufgabe hat ihren Bürgerinnen
und Bürgern den Zugang zu der von ihnen benötigten
Energie sicherzustellen.
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VERKEHRSPOLITIK
Die FDP hat bereits bei ihrer Gründung zum Bau der
Umgehungsstraße ausführlich Stellung bezogen. Dieser
Standpunkt ist auf unserer Internetseite ausführlich
dargestellt. Einen Baustopp der Südumgehung wird es mit der
FDP nicht geben.
Die verkehrlichen Probleme der Gemeinde beruhen auf einer verfehlten
Ortsent-wicklung (Ausgelagerte Wohngebiete ohne Infrastruktur,
dezentrale Versorgungs-standorte). Diese Entwicklung ist nur schwerlich
wieder zurück zu drehen. Auch unter dem Einzelhandelskonzept
sind Patentlösungen derzeit nicht absehbar.
Bezüglich sichererer
Überquerungsmöglichkeiten hat die Gemeinde auf Antrag
der FDP einen Runden Tisch zur Schulwegsicherheit eingeführt.
Dieser Runde Tisch soll nach dem Antrag der FDP in eine
„Örtliche Unfallkommission“
münden, deren Aufgabe es u.a. wäre, genau diese
Problemstellungen zu bearbeiten.
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WOHN-
UND GEWERBEGEBIETE
Die FDP ist der Auffassung, dass die bestehenden Wohngebiete (auch
Neubau-gebiete) für die nächsten Jahre ausreichend
sind. Die FDP möchte den ländlichen Charakter der
Gemeinde bewahren. Dies haben wir mit dem Slogan „Unser Dorf
soll schöner bleiben“ deutlich gemacht. Insbesondere
möchten wir den Bereich innerhalb der Südumgehung in
seinem jetzigen Bestand erhalten. Hier wird es mit der FDP keine neuen
Bau- bzw. Gewerbegebiete geben.
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WASSER
Diese Fragen betreffen im Wesentlichen den Regelungsbereich
übergeordneter Föderalismusebenen. Hier sind u.a.
auch Förderungen im Bereich der Regenwassernutzung gegeben
(siehe Punkt 2).
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LANDWIRTSCHAFT
Die Problemstellungen in der Landwirtschaft resultieren in einem nicht
unerheblichen Umfang aus einer verfehlten Subventionspolitik, die dazu
geführt hat, dass sich landwirtschaftliche Betriebe nach
Förderungen und nicht nach Bedarf ausgerichtet haben. Diese
Entwicklung bedarf der Korrektur.
Altenberge ist geprägt durch landwirtschaftliche
Nutzflächen rund um den Ort. Diese Nutzflächen
implizieren u.a. auch die Nutzviehhaltung. Hierunter fällt,
losgelöst von ideologischen Grundsatzdiskussionen, auch die
Hähnchenmast. Die FDP sieht hinsichtlich der Ansiedlung von
Hähnchenmastbetrieben lediglich da Handlungsbedarf, wo
Standortfaktoren zu einer erheblichen Beeinträchtigung
oberhalb der bestehenden landwirtschaftlichen Nutzung führen
würden.
Im Bedarfsfall sind darüber hinaus verkehrliche Aspekte
(Belastung, Konkurrenzen zu anderen Verkehrsteilnehmern,
Straßenstruktur) zu berücksichtigen.
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ALTENBERGER
HÖHENRÜCKEN
Der „Altenberge Höhenrücken“ soll
aus Sicht der FDP in seinem Bestand erhalten bleiben. Hinsichtlich der
Südumgehung verweise ich auf unseren Standpunkt (siehe Punkt
II). Eine touristische Erschließung soll sich aus Sicht der
FDP auf die be-stehenden Möglichkeiten (Radtouren,
Wanderungen, Planwagenfahrten) beschrän-ken, um den
gegenwärtigen Charakter zu bewahren. Eine intensive
touristische Erschließung lehnen wir ab. Die Pflege bzw. der
Erhalt der bestehenden Wege und Flächen stehen für
uns im Vordergrund.
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FREILUFTSCHNEISEN
Luftschneisen, zum Austausch verbrauchter Luft, sind vorrangig bei der
Planung von Städten von Bedeutung. In Altenberge
gewährleisten die besondere topologische Lage und die
vorhandene Bebauungsstruktur diesen Luftaustausch in besonderem
Maße. Insofern ist dieser Aspekt aus unserer Sicht zu
vernachlässigen. |
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